No Poo – Wie wasche ich meine Haare?

No Poo – Wie wasche ich meine Haare?

No Poo. “Jetzt oder nie. Wenn nicht jetzt, wann dann?”, sagte ich vor knapp einem Monat zu mir selbst und gab meiner Mitbewohnerin fast alle noch nicht aufgebrauchten Shampoo Flaschen und fing an meinen Mehl-Brei zu rühren.

Das war vor knapp über einem Monat, nachdem mich meine liebsten Blogger und Youtuber inspiriert haben. Mich hat die Methode sofort fasziniert und interessiert, hatte mich dann auch schnell dazu entschieden sie einmal auszuprobieren nachdem ich mich genauestens darüber informiert hatte.

Also von Anfang: Da ja doch einige nichts von dieser Methode wissen und mich meine Klassenkollegen ansehen als hätte ich nicht alle Tasten im Schrank (was auch in einer anderen Hinsicht vielleicht so ist :D), erkläre ich jetzt mal die grundlegendsten Fakten.


No Poo – Was ist das?

No-Poo kommt schlichtweg von No SHAMpoo und soll einfach bedeuten, man ersetzt das konventionelle Shampoo gegen eine natürliche Art. Wobei es da nicht nur Roggenmehl gibt, sondern auch viele andere – wie in etwa: (nur) Wasser, Lavaerde, Heilerde, etc. Wobei Roggenmehl für mich überzeugender war, als die anderen Mittel (das aber nicht heißen muss, dass es nicht etwas für dich wäre).

Bis auf die Wasser Methode sind die anderen Mittel leider auf Dauer teurer als gedacht und da ich schon einige ‘kenne’, die deren Haare mit Roggenmehl waschen, blieb ich dabei und kaufte mir auch Roggenmehl im Supermarkt.

Warum machst du das?

Es gibt mehrere gute Gründe, warum man zu No-Poo wechseln könnte. Ich jedoch fand die Aspekte, dass die Haare nicht mehr so platt und unvoluminös wirken, schon als einen guten Anfang.

Weiters schätze ich die Natur und die Umwelt sehr und bei dieser Methode (mit Roggenmehl) kauft man sich gleich für zirka zwei Monate eine Packung Roggenmehl, dass natürlich in der herkömmlichen Papierverpackung ist. Man tut außerdem nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch seinem Geldtascherl (Roggenmehl kostet zirka 1€ und Apfelessig zwischen 2-3€).

Bei den konventionellen Shampoos fetten die Haare viel schneller nach, nachdem man also umgestellt hat muss man seine Haare weniger oft waschen, weil sich der Talg viel besser den Haaren verteilt.
(Leider kann ich das noch nicht recht beurteilen, weil sich meine Kopfhaut & Haare immer noch umgewöhnen, jedoch ich kann das Waschen bereits wenige Tage mehr hinaus zögern als zuvor)

Fazit: Die Haare wirken also mit dieser Art der Wäsche mehr glänzend, voluminöser, griffiger und fetten weniger schnell nach.

Wie wasche ich sie nun?

das brauche ich dazu:

  • 2-4 El Roggenmehl
  • Gefäß zum Vermischen
  • 2-3 EL Apfelessig
  • Wasser (warm & kalt)

Bevor ich meine Haare wasche, nehme ich mir ein leeres Marmeladenglas und gebe 3-4 gehäufte El hinein.
«Je nachdem wie deine Haare sind, nimmst du mehr oder weniger Roggenmehl. Ich habe viele und lange Haare, daher nehme ich diese Menge. (Wenn du dünne und kurze Haare hast, würde zirka 2-3 EL reichen)
Ich fülle das Glas mit der doppelten Menge (warmen!) Wasser auf, damit ein Art ‘Brei’ entsteht und rühre solange bis es klumpenfrei ist.

Weiters zur Vorbereitung für die ‘Spülung’ gehört die Apfelessig Rinse. Dazu nehme ich einen alten Messbecher und fülle es mit 800ml kalten (!) Wasser und gebe 2-3 El Apfelessig dazu und rühre es kurz durch.

Ich massiere in der Dusche meine nassen Haare mit dem Roggenmehl Brei ein und achte darauf, dass ich es überall auf der Kopfhaut und Ansatz verteile.
(Für manche ist es anfangs eigenartig, da das Roggenmehlgemisch nicht schäumt, wie die anderen konventionellen Shampoos normalerweise)
Beim Auswaschen achte ich darauf, dass ich jede Stelle gut mit Wasser raus massiere, damit kein Roggenmehl am Schluss in den Haaren bleibt. (das kann etwas länger dauern, als bei den normalen Shamppoos)

Danach leere ich mir die Apfelessig Rinse über den Kopf bzw Haare (nicht erschrecken, anfangs ist das Wasser noch ungewohnt kalt, mit der Zeit gewöhnt man sich sehr schnell daran) und danach wasche ich die Rinse nochmal mal mit kaltem Wasser aus.

Wie war die Umgewöhnungsphase?

Erstaunlicherweise nicht so schlimm als gedacht. Ich wusch sie anfangs wie davor alle 2-3 Tage und nach und nach konnte ich sie immer um paar Tage mehr hinauszögern.
Meine Spitzen (die bereits kaputt waren) wurden trotz dem Kokosöl mit dem Waschen sehr strohig, dass ich sie erstmal mal beim Friseur abschneiden musste.
Seitdem sind meine Spitzen wieder komplett normal und sogar eine Spur besser.

Ich hatte weder mit der ‘langen’ Vorbereitung noch wegen dem kalten Wasser der Apfelessig Rinse ein Problem und gewöhnte mich schnell um.

Wie lange wirst du das jetzt machen?

Mal sehen, ich werde definitiv mich jetzt mehrere Monate davon überzeugen und mir mein Bild daraus machen, derzeit bin ich echt überzeugt und bin gespannt wie sich meine Kopfhaut und meine Haare komplett daran gewöhnen.

Gibt es Vorteile bzw. Nachteile?

Ja natürlich gibt es die!

Vorteile

  • werden voluminöser, griffiger & fühlen sich frischer an
  • verzichtet komplett auf die künstlichen Zusatzstoffe
  • sehr viel billiger als jedes andere Shampoo in den Drogerien
  • verzichtet sogleich auch auf Plastikverpackungen, sprich man schützt die Natur
  • Haare fetten weniger schnell nach

Nachteile

  • komplizierter zu händeln wenn man verreist
  • Umgewöhnungsphase kann länger dauern bzw. kann Nerven kosten
  • benötigt etwas Zeit zum Vorbereiten
  • Konsistenz kann ‘eigenartig’ wirken

Seid ihr neugierig geworden? oder habt ihr noch mehr Fragen? – Schreibt mir gerne! 🙂

 

 

Folge:
Nadine Linner

Österreicherin die die weite Welt sucht, um ihre Leidenschaften Reisen und Fotografie ausleben zu können. Dennoch muss sie ihren Verpflichtungen, wie ihre Ausbildung, nachgehen und verweilt daher in ihrer Heimat.
Viel Spaß auf meinem Blog ♥︎

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